03.05.2026
Liste der gängigsten invasiven Arten, die häufig in Gärten zu finden sind
In deutschen Gärten finden sich viele Pflanzen, die ursprünglich als Zier- oder Nutzpflanzen eingeführt wurden, sich jedoch als invasive Neophyten unkontrolliert in der Natur ausbreiten und heimische Ökosysteme verdrängen.
Beliebte Ziersträucher und Bäume
Kirschlorbeer (Prunus laurocerasus): Er ist einer der bekanntesten invasiven Sträucher. Durch seine dichte Wuchsform und Schattenverträglichkeit verdrängt er heimische Unterholzpflanzen massiv. Verbreitung meist in Wälder durch Vögel (Beeren)
Schmetterlingsflieder (Buddleja davidii): Trotz seiner Beliebtheit als vermeintliche Insektenweide breitet er sich rasant auf Brachflächen aus und verdrängt dort wichtige Pionierpflanzen.
Götterbaum (Ailanthus altissima): Dieser Baum ist extrem anpassungsfähig und wächst fast überall. Er steht auf der EU-Liste der invasiven Arten und seine Verbreitung muss streng reguliert werden.
Essigbaum (Rhus typhina): Er ist bekannt für seine starke Ausläuferbildung, mit der er schnell große Flächen im Garten und angrenzenden Gebieten übernimmt.
Mahonie (Mahonia aquifolium): Ein immergrüner Strauch, der oft unterschätzt wird, sich aber über Vögel, die die Beeren fressen, unkontrolliert in Wäldern ausbreitet.
Beliebte Stauden und Sommerblumen
Vielblättrige Lupine (Lupinus polyphyllus): Besonders in Gebirgsregionen und auf nährstoffarmen Wiesen verdrängt sie seltene heimische Arten wie die Arnika.
Kanadische Goldrute (Solidago canadensis): Sie bildet dichte Bestände, in denen kaum noch andere Pflanzen wachsen können, und breitet sich über Flugsamen und Wurzeln gleichermaßen aus.
Japanischer Staudenknöterich (Fallopia japonica): Eine der aggressivsten Arten, die durch ihre meterlangen Wurzeln sogar Asphalt und Fundamente beschädigen kann.
Indisches Springkraut (Impatiens glandulifera): Es wächst vor allem an feuchten Standorten und verdrängt dort die Ufervegetation.
Gesundheitsgefährdende Arten
Riesenbärenklau (Heracleum mantegazzianum): Neben seiner invasiven Natur ist er gefährlich für Menschen, da sein Saft in Verbindung mit Sonnenlicht schwere Verbrennungen auf der Haut verursacht.
Beifuß-Ambrosie (Ambrosia artemisiifolia): Ihre Pollen gehören zu den stärksten Allergieauslösern weltweit und können Asthma auslösen.
Lt. Vereinssatzung untersagte neu zu pflanzende Arten
Thuja (Thuja occidentalis Brabant oder Smaragd )
Wertlos für die heimische Tierwelt.
Immergrüne Wand-Hecken aus Thuja wirken oft wie massive Sichtschutzwände, was oft problematisch in der Vergangenheit war.
Herabfallende Nadeln der Thuja können zur Versauerung des Bodens führen, was das Wachstum von Nutzpflanzen in der Nähe behindert.
Scheinzypresse (Chamaecyparis lawsoniana und weitere Sorten)
analog Thuja.
Kirschlorbeer (Prunus laurocerasus):
Invasives Potential durch Beerenfrass von Vogeln Verbreitung vor allem in Wälder und wertlos für die heimische Tierwelt